Sportschießen für Blinde

Seit dem Sommer 1999 gibt es im Bürger-Schützen Verein e.V. Lüdenscheid eine Gruppe Sehbehinderter und Blinder, die als Freizeitaktivität das Luftgewehrschießen für sich entdeckt haben.

Luftgewehrschießen für Blinde und Sehbehinderte?

Wie kann das funktionieren?

Natürlich sind einige Voraussetzungen zu erfüllen, um dies zu ermöglichen. Das wichtigste Hilfsmittel ist eine Optronik, die auf das Luftgewehr montiert wird. Diese Optronik sieht aus wie ein Fernrohr, welches man von den Jägern her kennt. Daran angeschlossen ist ein Stromanschluss und ein Kopfhörer für den Schützen. Die Scheibe wird von einem Spotstrahler angeleuchtet, die Optronik wandelt den abgetasteten hellsten Punkt ab und überträgt einen variablen Ton auf den Kopfhörer. Die Sehbehinderten und Blinden legen das Luftgewehr auf eine Federauflage auf und werden von ihrem Trainer auf das Ziel eingerichtet. Dies geschieht in der Höhen- und Seitenrichtung, so dass der Schütze in etwa auf die Scheibe eingerichtet ist.

Nun wird die Optronik eingeschaltet. Langsam sucht der Schütze das Zentrum der Scheibe. Ist er im Randbezirk so ist der Ton im Kopfhörer tief und dumpf. Je mehr er sich dem Zentrum nähert desto heller und höher wird der Ton. Nun ist es wichtig, das Gewehr ruhig zu halten und bei einem längeren, anhaltend hohen Ton abzuziehen. Der Trainer lädt das Gewehr für den Schützen und sagt ihm die Treffer an.

Die Sehbehinderten und Blinden-Abteilung des BSV besteht zurzeit aus einigen  aktiven Personen, die ein mal im Monat von Claudia und Hans Georg Ritter trainiert werden. Auf diese Weise bereiten sie sich auf diverse Freundschaftsschießen und Wettkämpfe vor, bei denen bis zu 60 Schuss stehend gefordert werden. 

Das Schießen findet alle vier Wochen mittwochs im Bürgerschützenheim, An der Hohen Steinert, Lüdenscheid, ab 17.30 Uhr statt.

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